Gouverneurswahl in New York 1807

Die Gouverneurswahl in New York von 1807 fand im April 1807 statt, wo der Gouverneur und der Vizegouverneur von New York gewählt wurden.
Morgan Lewis trat mit seiner eigenen Fraktion in der Demokratisch-Republikanischen Partei zu Wiederwahl an. Sein Vizegouverneurskandidat war Thomas Storm. Für die Gegenseite trat Daniel D. Tompkins mit John Broome an, beide aus der Clintonian Fraktion in der Demokratisch-Republikanischen Partei.
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Das Musikzimmer

Das Musikzimmer (Bengalisch: জলসাঘর, Jalsāghar) ist ein indischer Spielfilm von Satyajit Ray aus dem Jahr 1958.

Der verarmte adlige Landbesitzer (Zamindar) und Musikliebhaber Huzur Biswambhar Roy lebt allein und zurückgezogen mit seinem Diener Ananta und seinem Grundstücksverwalter in seinem langsam verfallenden Palast.
Auf dem Dach sitzend und sinnierend, vernimmt er Musik vom Nachbargrundstück des gesellschaftlich aufgestiegenen Bürgerlichen Mahim Ganguli anlässlich der Initiationsfeier dessen Sohnes. Hierdurch werden bei Roy Erinnerungen an ebendiese Feier bei seinem eigenen Sohn Khoka wach.
RÜCKBLENDE. 4 bis 5 Jahre zuvor steckte Biswambhar Roy bereits in finanziellen Schwierigkeiten. Sein Landbesitz, dessen Verpachtung sein Einkommen war, wurde mit dem Laufe der Zeit von den bengalischen Flüssen weggeschwemmt, die Bank gewährt ihm keine Kredite mehr. Da bekommt er Besuch von seines Nachbarn Sohn Mahim Ganguli und gewährt ihm die gewünschte Landpacht. Das opulente Initiationsfest seines Sohnes inklusive des (den erwachsenen Männern vorbehaltenen) Musikabend im großen Musikzimmer des Palastes, finanziert er mit der Verpfändung der Juwelen seiner Frau Mahamaya. Diese macht ihm wegen seiner Obsession für kostspielige Musikabende Vorwürfe. Der nächste Tag offenbart die üblichen Tagesbeschäftigungen Roys – Modellsitzen für ein neues Gemälde, Musizieren mit seinem Sohn Khoka.
Frau und Sohn werden zu seinem kranken Schwiegervater in eine entfernte Stadt gerufen und reisen allein ab, da Roy „auf seinen Landbesitz aufpassen muss“. Inzwischen hat sich der zu Geld gekommene Ganguli ein modernes Haus bauen lassen und lädt Roy zur Einweihungsfeier am bengalischen Neujahrstag (Anmerkung: es gibt einen eigenen bengalischen Kalender, der den Mondphasen folgt) ein. Roy lehnt mit der Begründung ab, er habe just für diesen Tag bereits selbst eine eigene Feier geplant, zu der er Ganguli einlade. Er beauftragt seinen Verwalter mit den Vorbereitungen und der Zurückbeorderung seiner Familie. Während des Musikabends kentert das Boot mit Frau und Sohn in einem Gewittersturm; beide sind tot. Roy zieht sich danach aus dem öffentlichen Leben zurück. ENDE DER RÜCKBLENDE.
Noch immer auf dem Dach des Palastes beschließt Roy, seine Zurückgezogenheit aufzugeben. Angewidert vernimmt er westliche Blasmusik vom Grundstück des Ganguli. Im traditionellen Stil schickt er seinen Diener auf einem geschmückten Elefanten nach ihm; Ganguli kommt stattdessen mit seinem Auto vorgefahren. Eine Einladung Gangulis zu einem Musikabend mit der Kathak-Tänzerin Krishnabai lehnt Roy ab. Er ist ersichtlich der Ansicht, Ganguli habe keine Ahnung von Musik und traditioneller bengalischer Kultur. Als er dann aber von weitem die Musik vernimmt, beschließt er, einen letzten Musikabend mit derselben Tänzerin in seinem Musikzimmer zu veranstalten, um Ganguli zu demonstrieren, dass er zwar vermögend sein mag, jedoch Kultur nur imitiert, nicht hingegen zu leben versteht. Als Ganguli am Ende der Tanz- und Musikdarbietung der Tänzerin Geld zuwerfen will, hält Roy ihn zurück: „…das Recht der ersten Gabe gebührt dem Gastgeber…“.
Als es bereits Morgen wird torkelt Roy betrunken von Alkohol und in höchster Freude über seinen Erfolg durch das Musikzimmer. Sein Geld ist völlig aufgebraucht. Er entschließt sich, sich das Leben zu nehmen und reitet mit seinem Schimmel zu Tode.
Der Film spielt im frühen 20. Jahrhundert und zeigt den Abstieg der alten und den Aufstieg der neuen Aristokratie Indiens. Während Roy betont stolz auf „das Blut in seinen Adern“ ist, betont Ganguli das Geldverdienthaben durch eigene Arbeit. Der Film ist auch ein Beispiel für die Konfrontation westlicher Einflüsse mit den (hier spezifisch bengalischen) Traditionen Indiens. Er basiert auf den Geschichten Raibari und Jalsaghar von Tarashankar Bandyopadhyay.
Satyajit Ray drehte Das Musikzimmer auf dem Grundstück eines Zamindars (Landbesitzers) bei Nimtita, in der Nähe des Flusses Padma an der heutigen indisch-bangladeschischen Grenze. Der Film ist reich an symbolhaften Bildern: Gewitter, das den Tod ankündigt; ein in einem Glas gefangenes Insekt; der verfallende Palast und das kieloben an Land liegende Boot, das das Ende des Lebens des Patriarchen symbolisiert. Das Musikzimmer wurde im Studio von Szenenbildner Bansi Chandragupta entworfen. Die Thumri-Stücke klassischer nordindischer Musik werden von Begum Akhtar – Indiens größter Ghazal-Sängerin des 20. Jahrhunderts, dem Shehnai-Virtuosen Bismillah Khan und dem Sänger Waheed Khan vorgetragen. Den Kathak tanzt Roshan Kumari.
„Ein melancholischer Abgesang auf die feudalistische Herrlichkeit der indischen Aristokratie; zugleich ein Dokument des Zusammenpralls zweier Kulturen: der altindischen und der europäischen. Zentraler Spielort ist das Musikzimmer, in dem drei kunst- und stilvoll zelebrierte musikalische Hausabende die Kapitel des Films markieren.“
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Anaerobie

Anaerobie (altgriechisch ἀήρ aer „Luft“ mit Alpha privativum) bezeichnet Leben ohne Sauerstoff (Disauerstoff O2). Lebewesen, die für ihren Stoffwechsel keinen Sauerstoff verwenden oder sogar durch ihn gehemmt oder abgetötet werden, werden als Anaerobier bzw. anaerob bezeichnet.

Organismen, die nur in einem sauerstofffreien Lebensraum (unter anoxischen Bedingungen) wachsen können, werden als obligat anaerob bezeichnet. Organismen, die sowohl unter anoxischen Bedingungen als auch unter oxischen Bedingungen (in Gegenwart von Sauerstoff) wachsen können, werden als fakultativ anaerob bezeichnet. Anaerobe Organismen, die nur einen anaeroben Stoffwechsel besitzen, also O2 nicht nutzen können, jedoch auch in Gegenwart von Sauerstoff leben können, werden als aerotolerant bezeichnet.
Lebensräume in denen kein Sauerstoff enthalten ist, werden als anoxisch bezeichnet, in früherem Sprachgebrauch auch als anaerob (Gegensatz: oxisch, Sauerstoff enthaltend, früher aerob).
Im oxidativen Energiestoffwechsel werden anstelle von O2 alternative Oxidationsmittel (Elektronenakzeptoren) verwendet. Häufig verwendete alternative Elektronenakzeptoren sind: Nitrat, dreiwertige Eisen-Ionen (Fe3+), vierwertige Mangan-Ionen (Mn4+), Sulfat, Schwefel, Fumarat und Kohlenstoffdioxid (CO2). Diese Redox-Reaktionen werden als anaerobe Atmung bezeichnet.
In der Tabelle sind Typen der anaeroben Atmung aufgeführt, die in der Umwelt weit verbreitet sind (zum Vergleich ist die aerobe Atmung mit dabei). Die Reihung der Atmungsprozesse erfolgte nach Möglichkeit nach dem Standard-Redoxpotential des Elektronenakzeptorpaars in Volt bei einem pH-Wert von 7. Die tatsächlichen pH-Werte können abweichen (z. B. bei Acetogenese).
Nicht als anaerobe Atmung, sondern als Gärung werden Vorgänge bezeichnet, bei denen kein externer Stoff als terminaler Elektronenakzeptor verwendet wird. Gärungsorganismen sind vor allem:
Manche Turbellarien, Ringelwürmer und Enteroparasiten wie Bandwürmer beherbergen anaerobe Bakterien und können durch diese Symbiose auch unter anoxischen Bedingungen leben.
Das Verhalten von Mikroorganismen gegenüber Sauerstoff, ihre Identifikation als Aerobier, Anaerobier, Aerotoleranter oder fakultativer Anaerobier, kann durch Kultur in einem Sauerstoffkonzentrationsgradienten ermittelt werden. Dabei kultiviert man sie in einem Gelnährmedium, das sich in einem einseitig geschlossenen Glasrohr (Reagenzglas, Kulturröhrchen) befindet und in das Sauerstoff nur vom oberen, offenen Ende durch Diffusion eindringen kann. Auf diese Weise bildet sich ein Sauerstoffkonzentrationsgradient aus mit hoher Sauerstoffkonzentration oben und niedriger Sauerstoffkonzentration unten. Die Mikroorganismen werden in sehr geringer Menge gleichmäßig im Gelnährmedium verteilt, in dem sie ortsgebunden sind und sich nicht fortbewegen können. Dort, wo sich die Mikroorganismen hinsichtlich der Sauerstoffkonzentration unter geeigneten Bedingungen befinden, vermehren sie sich und man kann nach einer gewissen Zeit einen Bewuchs mit bloßem Auge erkennen. Die Zone, in der sich Bewuchs zeigt, ist ein Indikator für das Verhalten der Mikroorganismen gegenüber Sauerstoff, wie aus dem Bild deutlich wird.
Anaerobie ist unter anderem bei der Kultivierung von Mikroorganismen von Bedeutung. Sollen gegenüber O2 empfindliche Mikroorganismen kultiviert werden oder sollen fakultativ anaerobe Mikroorganismen unter anoxischen Bedingungen kultiviert werden, so ist es erforderlich, bei der Kultur O2 auszuschließen. Hierbei werden sogenannte Anaerobentechniken verwendet. Ein Beispiel ist die Kultur in einer Anaerobenkammer: Darin erreicht man mit einer Gasatmosphäre aus 10 Vol.-% H2 + 10 Vol.-% CO2 + 80 Vol.-% N2 anoxische Bedingungen, die es ermöglichen, anaerobe Mikroorganismen zu kultivieren.

Fort de la Rivière Tremblante

Fort de la Rivière Tremblante war Ende des 18. Jahrhunderts ein Handelsposten der North West Company (NWC) in der Nähe des heutigen Kamsack in der kanadischen Provinz Saskatchewan.
Bereits 6000 v. Chr. sollen archäologischen Funden zufolge indianische Camps am Standort des Forts existiert haben. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Prärie des heutigen Kanada auch von Fellhändlern frequentiert, was unter anderem zur Entstehung des Mischvolks der Métis führte. 1791 wurde das Fort unter NWC-Mitarbeiter Robert Grant am Oberlauf des Assiniboine River erbaut und hieß deshalb auch Grant’s House. 1793 kam hier der spätere Métis-Führer Cuthbert Grant (jun.) zur Welt (nicht mit R. Grant verwandt), dessen gleichnamiger Vater im selben Jahr die Leitung des Forts für die NWC übernommen hatte und bis zu seinem Tod 1799 mit seinen beiden Söhnen im Fort lebte. Ca. 1800 brannte das Fort nieder und wurde nicht wieder aufgebaut, vermutlich weil die Fellhändler, die sich hauptsächlich mit Kanus fortbewegten, den südlicheren Qu’Appelle River als Handelsroute bevorzugten.
1968 soll der James Bond-Regisseur Harry Saltzman mit dem Gedanken gespielt haben, einen Film über das Fort und Cuthbert Grant zu drehen, was aber nicht verwirklicht wurde.
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Herbert Skinner

Herbert Wakefield Banks Skinner (* 7. Oktober 1900 in London Borough of Ealing; † 20. Januar 1960 in Genf) war ein Physiker.

Schon als Kind beschäftigte sich Herbert Skinner mit isothermen Zustandsänderungen, da sein Vater, George Herbert Skinner einen Vergaser für Kraftfahrzeuge entwickelte. 1909 wurde Skinner an der Durston House School eingeschult. 1914 errang er dank seiner mathematischen Fähigkeiten ein Stipendium an der Rugby School, die er ab September 1914 besuchte. Seine Entwicklung auf der Rugby School war sehr erfolgreich, er errang Preise in Mathematik und Naturwissenschaften. Als er 1919 die Rugby verließ, war er Bester in Wissenschaften. Ab Oktober 1919 besuchte Herbert das Trinity College in Cambridge. Nach den Mathematical Tripos, absolvierte er im Sommer 1922 den Natural Sciences Tripos.
Von 1925 bis 1930 arbeitete Skinner am Cavendish-Laboratorium an der University of Cambridge, wofür er teilweise ein Coutts Trotter Studentship Stipendium des Trinity Colleges erhielt. 1919 war Ernest Rutherford nach Cambridge zurückgekehrt und mit James Chadwick wurde von Neuem die Kernspaltung versucht. 1938 maß Skinner Energiebänder in Metallen mit Röntgenabsorptionsspektroskopie.
Ab 1940 war er mit Philip Dee, W.B.Lewis, Bernard Lovell, D.W.Fry, John Cockcroft und J. A. Ratcliffe am Telecommunications Research Establishment (TRE) unter A.P.Rowe, der damaligen Bawdsey Research Station, an der Radarentwicklung beteiligt.
Von 1947 bis 1949 war Skinner unter John Cockcroft stellvertretender Leiter des Atomic Energy Research Establishment Harwell. Dabei war er auch Vorgesetzter des später als Spion enttarnten Klaus Fuchs und des später in die Sowjetunion übergesiedelten von Bruno Pontecorvo – mit beiden war er auch befreundet. Skinner hatte von 1949 bis 1960 den Lehrstuhl Lyon Jones Chair of Physics an der University of Liverpool.
1957 war er Leiter einer Kommission, welche nachdrücklich die Errichtung eines Synchrotrons empfahl. 1960 war H.W.B. Skinner am CERN beschäftigt.
mit Charles Drummond Ellis, (1895–1980) The Absolute Energies of the Groups in Magnetic β -Ray Spectra The Royal Society, London 1924

Johann Briesmann

Johann Briesmann (auch Brießmann, Brismann, Prysmann, sorbisch Jan Brězan; * 31. Dezember 1488 in Cottbus; † 1. Oktober 1549 in Königsberg) war ein deutsch-sorbischer evangelischer Theologe des 16. Jahrhunderts und Reformator.
Briesmann entstammte einer angesehenen Familie, sein Großvater war zweiter Bürgermeister in seiner Geburtsstadt. Zunächst wurde er um 1510 Franziskaner und immatrikulierte sich 1518, unter dem Rektorat Konrad Wimpinas, in der Universität Frankfurt an der Oder. Im Januar 1520 wechselte er an die Universität Wittenberg, wo er unter dem Einfluss Martin Luthers, im Oktober 1521 zum Litzentaten der Theologie, am 1. Februar 1522 zum Doktor der Theologie promovierte und damit am 2. Februar 1522 einen Sitz in der Theologischen Fakultät der Universität erhielt.
Im Rahmen der Wittenberger Bewegung wurden die Franziskaner durch den Rat der Stadt aus Wittenberg ausgewiesen. Dazu kehrte er nach Cottbus zurück, hatte aber mit seinen Ordensbrüdern schwere Kämpfe wegen der Mönchsgelübde auszustehen. Seinen Standpunkt legte er in dem Sendschreiben „Unterricht und Ermahnung“ dar, das er in Wittenberg drucken ließ. Aufgrund dieser Streitigkeiten kehrte er Ende 1522, durch Vermittlung Georg Spalatins und auf Intervention Luthers nach Wittenberg zurück.
Wieder war es Luther, der Briesmann 1523 dem Hochmeister des Deutschen Ordens Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach, als Prediger am Dom in Königsberg empfahl. Mit dem Einverständnis Georg von Polenz begann er Ende Juni seine Reise in das preußische Königsberg und hielt am 27. September 1523 seine erste Predigt im reformistischen Sinne und erlangte das volle Vertrauen von Polentz der in der Folge sein nächster Mitarbeiter wurde.
Seine Predigten waren geistvoll, ernst und auf das Wesen des Evangelium, die Rechtfertigung des Sünders vor Gott, gerichtet. Damit andere Prediger eine Anleitung für die reformistischen Grundlagen erhielten, stellte er 110 Thesen, die „Flosculi de homine interiore et exteriore, fide et operibus“ auf, die entscheidend zum Durchbruch der Reformation in Preußen beitrugen, in der Anlehnung an Luthers Traktat von der Freiheit eines Christenmenschen. Verstärkt wurde die durch ihn initiierte Bewegung, als Paul Speratus 1524 als Schlossprediger nach Königsberg berufen wurde und Johann Poliander 1525 an die Altstädter Kirche in Königsberg berufen wurde.
Als Albrecht am 8. April 1525 in Krakau den Huldigungseid ablegte, wurde Preußen evangelisch. Nun fiel Briesmann die Arbeit zu, eine neue Kirchenordnung aufzustellen, er ließ zahlreiche Predigten als Traktate drucken und wirkte auch dadurch stark auf die Gemeinden ein. Er hatte am 12. Juni 1525 Elisabeth Sackheim geheiratet, Abtissin des Marienklosters in Löbenicht bei Königsberg. Aber nicht theologisch agierte Briesmann; als er die Ehe einging, war er der erste verheiratete Prediger in Preußen.
Seine vielfältigen Engagements und als Vertrauter des Herzogs Albrecht, wurde er Mitglied dessen Regierungskollegiums. Als dieser half er seinem Herzog, gemeinsam mit Andreas Knopke 1527 die Reformation in Riga und Livland durchzusetzen. Dazu reiste er im Oktober 1527 mit seiner Familie nach Riga und verfasste hier seine bedeutende Schrift von der „kurzen Ordnung des Kirchendienstes samt einer Vorrede von Ceremonien“, in der er sich an die Königsberger Ordnung teilweise wörtlich anschloss. Der grundsätzliche Teil war hochdeutsch, die Ausführungsbestimmungen waren niederdeutsch geschrieben.
Als er vier Jahre in Livland gewirkt hatte kehrte er 1531 nach Königsberg als Pfarrer an den Dom zurück. Gemeinsam mit Speratus und Poliander führte er zunächst einen erbitterten Kampf gegen die Schwarmgeisterei des Kaspar Schwenckfeld. Sein Wirken wurde auch in anderen deutschen Städten anerkannt. So wollte ihn die Universität Rostock als Professor und Superintendent berufen. Jedoch lehnte er diese Berufung ab und widmete aber zum Dank der Fakultät 2 Predigten aus dem 4. Kapitel Genesis. Vielmehr war er an der Ordnung und Festigung des evangelischen Gottesdienstes in seiner Gemeinde interessiert.
Als 1544 eine neue Kirchenordnung nötig wurde, arbeitete er diese als „Ordnung vom äußerlichen Gottesdienst und Artikel der Zeremonien, wie es in den Kirchen des Herzogtums zu Preußen gehalten wird“ wiederum aus, die im Wesentlichen den Abschluss der Reformation in Preußen darstellt. Als die Universität Königsberg gegründet wurde, war er einer der maßgeblichen Beteiligten. Er übernahm dessen Führung der Geschäfte, erstellte Gutachten und richtet diese ein. Deshalb wurde er 1546 zu Präsident und Superintendenten des samländischen Bistums.
Jedoch erkrankte Briesmann. Da der überanstrengte Mann nicht mehr die an ihn gestellten Ansprüche erfüllen konnte, legte er seine Tätigkeiten nieder und konnte daher seine Amtspflichten mehr wahrnehmen. Im März 1549 kam es zum Osiandrischen Streit, gegen den Briesmann entschieden auftrat. Da es sich in diesem Streit um die Grundartikel des christlichen Glaubens handelte, wollte er die Entscheidung im Lande vollzogen haben, ohne dass Gutachten von auswärts eingeholt wurden. Mit diesem Protest schließt seine öffentliche Wirksamkeit. Er fiel der Pest zum Opfer und wurde im Chor des Königsberger Doms begraben.

Stadtwerke Heidenheim

Die Stadtwerke Heidenheim AG ist ein bundesweit aktives Energieversorgungsunternehmen aus Heidenheim an der Brenz.

Die Stadtwerke Heidenheim lieferten im Jahr 1865 aus Kohle erzeugtes Gas. Im Jahr 1885 begannen sie mit dem Aufbau der Trinkwasserversorgung und seit dem Jahr 1905 erzeugen und verkaufen die Stadtwerke Heidenheim elektrischen Strom. 1973 wurden sie in eine Aktiengesellschaft ausgegründet. Die Aktien befinden sich zu 100 % im Eigentum der Stadt Heidenheim. Seit dem Geschäftsjahr 2003 liefert die Stadtwerke Heidenheim AG auch Strom an Kunden außerhalb des eigenen Netzgebiets. Im Jahr 2008 begann sie Kunden außerhalb des eigenen Gasversorgungsnetzes mit Erdgas zu versorgen. Die Stadtwerke Heidenheim AG betreibt von Beginn an eigene Netze für die Strom-, Gas-, Trinkwasser- und Wärmeversorgung ihrer Kunden. Des Weiteren betreibt die Unternehmensgruppe das Heidenheimer Hellensteinbad Aquarena.
Die Stadtwerke Heidenheim AG unterhält ein eigenes Stromverteilungsnetz in Heidenheim und den Teilorten Schnaitheim und Mergelstetten. Darüber hinaus versorgt sie die Heidenheimer mit elektrischer Energie. In eigenen Kraftwerken wird Strom erzeugt und in das Verteilungsnetz eingespeist. Über das regionale Versorgungsnetz hinaus liefert die Stadtwerke Heidenheim AG auch an Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet.
Die Stadtwerke Heidenheim AG versorgt ihre Kunden in Heidenheim und dazugehörigen Teilorten mit Erdgas über das eigene Gasverteilungsnetz. Seit 2008 bietet sie Erdgas auch bundesweit an.
Über das Wassernetz der AG versorgt das Unternehmen neben Heidenheim, Schnaitheim und Mergelstetten die Dörfer Aufhausen, Oggenhausen, Großkuchen, Kleinkuchen, Rotensohl und Nietheim. Mit drei Pumpwerken Siebter Fuß, Schmittenberg und Mergelstetten-Goldquelle fördert die Stadtwerke Heidenheim AG das Trinkwasser aus einer Tiefe von bis zu 150 m aus dem Karstgrund der Schwäbischen Alb.
Die Stadtwerke Heidenheim AG betreibt heute drei Blockheizkraftwerke: Das im Jahr 2007 modernisierte Heizwerk Mittelrain mit dem angeschlossenen Blockheizkraftwerk versorgt ein in drei Bauabschnitten erschlossenes Wohngebiet und rund 465 Haushalte mit Fernwärme. Auch im Heidenheimer Freizeitbad Hellensteinbad Aquarena wird eine Blockheizkraftwerk eingesetzt. Der parallel erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz der Stadtwerke Heidenheim AG eingespeist. Ein weiteres 2005 erbautes Blockheizkraftwerk befindet sich auf dem Zanger Berg in Heidenheim.
Über ein eigenes Lichtwellenleiternetz werden in Zusammenarbeit mit Marktpartnern auch Telekommunikationsleistungen angeboten.
Die Stadtwerke Heidenheim AG hat sieben Tochterunternehmen:
Die Stadtwerke Heidenheim regio GmbH wurde im Geschäftsjahr 2003 gegründet. Sie betreibt die in ihrem Eigentum stehenden Gasnetze in Königsbronn, Nattheim und Steinheim am Albuch. Ferner werden einzelne Industriekunden über die Stadtwerke Heidenheim regio GmbH mit Strom beliefert.
Die Stadtwerke Heidenheim Wärmeservice GmbH wurde 2003 gegründet. Die Gesellschaft bietet Dienstleistungen im Rahmen des Wärme-Contracting an. Zum Jahresende 2011 betrieb die Gesellschaft insgesamt 210 Heizungsanlagen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft im Energiehandel tätig und beliefert Handels- und Weiterverteilerkunden mit Strom und Gas. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadtwerke Heidenheim AG.
Die Hellenstein-Energie-Logistik GmbH wurde im Geschäftsjahr 2004 gegründet. Sie hat das Strom- und Gasnetz der Stadtwerke Heidenheim AG gepachtet und betreibt dies entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung als zuständiger Netzbetreiber in Heidenheim. Neben dem Betrieb des Heidenheimer Strom- und Gasnetzes betreibt die Hellenstein-Energie-Logistik GmbH das Hellensteinbad Aquarena.
Die Hellenstein Generalbau GmbH wurde im Jahr 2009 gegründet. Das Aufgabengebiet umfasst die Projektierung und Durchführung von Hoch- und Tiefbau- sowie Energieversorgungsprojekten. Insbesondere die Erschließung von Baugebieten sowie die Errichtung und der Betrieb der hierfür erforderlichen Anlagen und umweltschonenden Heizzentralen sind Bestandteil.
Die Hellenstein Gastronomie und Wellness GmbH wurde im Geschäftsjahr 2009 von der Stadtwerke Heidenheim AG gegründet, welche 100 % der Geschäftsanteile hält. Die GmbH betreut die Bereiche Wellness und Gastronomie im Heidenheimer Hellensteinbad Aquarena.
Die Hellenstein SolarWind GmbH wurde im August 2011 von der Stadtwerke Heidenheim Wärmeservice GmbH gegründet und gehört dieser zu 100 %. Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung der Heidenheimer Bevölkerung und der Bürger aus anderen Gemeinden mit Elektrizität aus erneuerbarer Energie, sowie die Planung, die Finanzierung, die Errichtung, der Betrieb und die Verwaltung von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung.
Die SolarWind Projekte GmbH wurde im November 2012 von der Hellenstein SolarWind GmbH gegründet, die 100 Prozent der Geschäftsanteile hält. Gegenstand des Unternehmens ist der Vorantrieb regenerativer Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Hierbei fokussiert sich die Gesellschaft vor allem auf Wind- und Solarenergie.
Die 24/7 Energie & Kommunikation GmbH, eine 100-%-ige Tochter der Stadtwerke Heidenheim regio GmbH, wurde im März 2011 gegründet. 2011 startete sie mit Strom- und Gasprodukten für Haushalts- und Gewerbekunden in den bundesweiten Online-Vertrieb.
Zum 30. September 2013 übernahm die Stadtwerke Heidenheim Wärmeservice GmbH von der Voith Dienstleistungen und Grundstücks GmbH & Co. KG (ein Unternehmen der Voith GmbH) sämtliche Gesellschaftsanteile an der IWPV Industrie-Wärmeverbund Heidenheim GmbH. Das City-Wärmenetz nimmt die Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe in den erfahrenen Netzbetrieb mit auf und versorgt hierüber im Rahmen der bestehenden Lieferverträge die Kunden in Heidenheim weiterhin mit umweltschonender Heizenergie.
Dieter Brünner ist seit 2001 Vorstand der Stadtwerke Heidenheim AG. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim, Bernhard Ilg.

Huatusco

Huatusco (auch Huatusco Viejo genannt) ist eine präkolumbische Ruinenstätte im mexikanischen Bundesstaat Veracruz. Ursprünglich gehörte die Stätte wahrscheinlich dem Kulturkreis der Totonaken an; in ihrer Spätzeit wurde sie von den Azteken erobert und architektonisch umgestaltet.

Die Ruinenstätte von Huatusco (auch Huatusco Viejo genannt) liegt nahe der kleinen, beinahe menschenleeren Ortschaft Santiago Huatusco im Municipio Carrillo Puerto auf dem nördlichen Ufer des Río Atoyac im Gelände des Rancho El Fortín. Die Bedeutung der Stätte besteht in einer relativ gut erhaltenen – allerdings unrestaurierten – Tempelpyramide aus der Zeit des aztekischen Reiches, auf der auch der größte Teil des eigentlichen Tempelbaues noch aufrecht steht. Die archäologische Stätte sollte nicht verwechselt werden mit der etwa 60 km nordwestlich gelegenen Provinzstadt Huatusco de Chicuellar.
Der heute Santiago Huatusco genannte Ort war unter dem Namen Cuauhtochco in aztekischer Zeit Hauptort einer aztekisch-sprachigen Provinz, in der eine Garnison des aztekischen Dreibundes bestand. Im Zuge der Eroberung durch die spanischen Konquistadoren wurden diese Garnisonen erst im November 1521, nach dem Fall von Tenochtitlan von Gonzalo de Sandoval erobert. Nach einer kurzen Zeit unter dem Encomendero Francisco de Bonal wurde der Ort um 1535 in den Besitz der spanischen Krone überführt. Vor allem durch schwere Epidemien um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die zuvor dichte Bevölkerung im ganzen Küstenland beinahe ausgelöscht. Mit der Gründung der Stadt Córdoba im Jahre 1618 wurden die staatlichen und kirchlichen Institutionen von Santiago Huatusco dorthin verlegt. Der Name Huatusco ging auf den weiter westlich gelegenen Ort San Antonio Huatusco über. Santiago Huatusco hat gegenwärtig um die 150 Einwohner.
Vermutlich weil – wegen der schnellen Entvölkerung – das Gebiet in der Kolonialzeit von geringem Interesse war, konnte hier eine kleine Zahl von Kultbauten der vorspanischen Zeit unbemerkt und deshalb unzerstört bleiben. Während die postklassische Pyramide von Castillo de Teayo gut bekannt ist und häufig besucht wurde, ist jene von Huatusco kaum zur Kenntnis genommen worden.
Die immer noch unrestaurierten Ruinen von Huatusco liegen auf einem nach Süden ausgreifenden Geländesporn mehr als 100 m über dem Bett des Río Atoyac an seinem nördlichen Ufer. Der Zugang von Süden über einen Ausläufer des Sporns ist durch ein gut erhaltenes Befestigungswerk mit mindestens zwei Mauerzügen aus runden, unbearbeiteten Flusssteinen versperrt. Die Oberfläche des Geländesporns ist durch eine Einsenkung in zwei Teile gegliedert. Im nördlicheren, größeren befinden sich mehrere stark zerstörte Bauten sowie große Terrassen.
Alle Bauten werden überragt von der zentralen Pyramide, einem vierfach abgestuften Bauwerk auf niedriger Plattform, das nach Westen ausgerichtet ist. Bei diesem Bauwerk handelt es sich zweifellos um den am besten erhaltenen Tempelbau des späten Postklassikums im westlichen Mesoamerika. Eine breite, von Treppenwangen begleitete und leicht über den eigentlichen Pyramidenkörper heraus ragenden Treppe führt ohne Absatz zur obersten Plattform der Pyramide. Die Anzahl der Treppenstufen scheint ungefähr 52 betragen zu haben.
Auffällig ist vor allem das bemerkenswert große, mäßig erhaltene Tempelgebäude, dessen Außenmauern in der vollen Höhe von 7 bis 8 m erhalten sind, während die Wand mit dem nach Westen gelegenen breiten Eingang in ihrer oberen Hälfte völlig fehlt, vermutlich weil die sie tragenden hölzernen Türbalken fehlen. Die Fassade der Außenmauern ist dreifach horizontal gegliedert: Bis in eine Höhe von ca. 2,30 m sind die Wände senkrecht; dann, über einem kleinen vorkragenden Gesims weichen die Wände leicht nach innen zurück. Über einem weiteren nur wenig vorstehenden Gesimsband folgt ein rechteckiges, fast das gesamte obere Drittel der Wand einnehmendes eingesenktes Feld, in das steinerne Zapfen, die einen sogenannten „Sternenhimmelfries“ bilden, eingelassen sind.
Ähnlich wie in Teayo war der Innenraum in Etagen gegliedert. In Huatusco lassen sich drei Deckenniveaus erkennen. Das unterste Niveau in ca. 2,50 m Höhe wurde von einer Decke aus ost-westlich verlaufenden, engliegenden Holzbalken gebildet, die in allen Wänden in einer gemauerten Nut lagen. In der Mitte der Schmalseiten des Raumes waren sie auf einem hölzernen Tragebalken aufgelegt, der tief in den Seitenwänden verankert war, aber außerdem auf aus den Seitenwänden vorspringenden gemauerten Pfeilern auflag. Wegen der Länge des Raumes muss angenommen werden, dass der Balken mindestens zweimal durch hölzerne oder gemauerte Pfeiler unterstützt war. Das zweite Niveau wurde von ebenfalls parallel zur Schmalseite des Raumes, aber in Abständen von ungefähr 1 m gelegten Holzbalken gebildet, die in die Längswand eingelassen waren. Reste dieser Balken sind in den Maueröffnungen noch zahlreich erhalten. Auch hier gab es einen Querbalken, der von der Mitte der nördlichen zur südöstlichen Schmalseite verlief. Das dritte Niveau bestand wiederum aus einer Konstruktion aus vermutlich eng gelegten Holzbalken. Anzeichen von Querbalken sind nicht (mehr) vorhanden. Auch über diesem Niveau, das vermutlich das flache Dach aus Stuck trug, setzten sich die Seitenwände noch etwas fort, um der Dachkonstruktion seitlichen Halt zu geben. Die über dem ersten und zweiten Zwischenboden liegenden Räume hatten eine deutlich geringere Höhe als der unterste. Ob und für welchen Zweck sie genutzt wurden, oder ob sie nur der Erreichung der für den optischen Eindruck wichtigen Höhe dienten, ist ungewiss.
18.82325-96.560361111111Koordinaten: 18° 49′ N, 96° 34′ W

Pendeli

Blick von Nea Pendeli auf das Pendelimassiv
Die Pendeli (neugriechisch Πεντέλη, transkr. auch Penteli; altgriechisch Pentelikon oros Πεντελικὸν ὄρος, Brilēssos Βριλησσός bzw. Brilēttos Βριληττός) ist ein kegelförmiger, nach allen Seiten steil abfallender Berg von 1.108 m Höhe nordöstlich von Athen und die zweithöchste Erhebung in Attika.
Der Name leitet sich ursprünglich von dem antiken Demos Pentele ab.
Der Berg ist international berühmt wegen seines weißen Pentelischen Marmors, der auch für den Bau der Athener Akropolis verwendet wurde.
„Noch lange lässt Apoll den Sommer blauen, Pendelis Marmor glänzend zu erhöhn.“
Die heutige leichte Verfärbung dieses Marmors an antiken Bauten ins gelblich beige/sandfarbene entspricht nicht der ursprünglich weißen Färbung, sondern entstand im Verlauf der Jahrhunderte durch Witterungseinfluss.
Eine Straße führt von Athens Vorstadt Nea Pendeli oder Kifissia vorbei am Kloster Moni Pendelis und aufgelassenen Steinbrüchen auf den Gipfel, der eine Fernmeldestation beherbergt. Ein empfohlener Wanderweg beginnt im Norden an der Sommerfrische Dionysos. An hellen Tagen reicht die Sicht vom Gipfel nach Norden bis zum Olymp und nach Süden bis zum kretischen Idagebirge (Peter Goeßler in Preußische Jahrbücher 119 (1905), S. 453).
Nach dem Berg ist die attische Gemeinde Pendeli benannt.

Ōshima Yoshimasa

Ōshima Yoshimasa (jap. 大島 義昌; * 20. September 1850 in der Präfektur Yamaguchi, Japan; † 10. April 1926, Japanisches Kaiserreich) war ein General des Kaiserlich Japanischen Heeres und erster Gouverneur des Pachtgebiets Kwantung.

Ōshima wurde im Chōshū-Lehen, der heutigen Präfektur Yamaguchi, geboren. Während der Satsuma-Rebellion 1877 diente Ōshima als Bataillonskommandeur im Kaiserlich Japanischen Heer.
Während des Ersten Chinesisch-Japanischen Krieges führte er die 9. Gemischte Brigade ins Gefecht, bevor offiziell die Kampfhandlungen begonnen hatten. Er nahm mit dieser erfolgreich an der Schlacht von Seonghwan teil, woraufhin Ōshima 1898 zum Generalleutnant befördert wurde. Für seine Verdienste wurde er in der Folge nach dem japanischen Adelssystem des Kazoku zum Danshaku ernannt.
Im Russisch-Japanischen Krieg kommandierte er die 3. Division der 2. Armee unter General Oku Yasukata. Mit der 3. Division nahm er an den Schlachten von Liaoyang, Shaho und Mukden teil. Zu Ende des Krieges folgte die Beförderung zum General und die Ernennung zum ersten Gouverneur des durch den Krieg gewonnenen Pachtgebiets Kwantung. Er war maßgeblich an der Bildung der Kwantung-Armee beteiligt. Anschließend diente er als militärischer Berater bevor im August 1915 aus der Armee ausschied. Er starb am 10. April 1926.