Vulcano (Band)

Vulcano ist eine brasilianische Metal-Band, die im Jahr 1981 in Santos, São Paulo unter dem Namen Astaroth gegründet wurde. Sie gilt als einer der ersten brasilianischen Vertreter im extremen Metal-Bereich.

Die Band wurde im Jahr 1981 von Bassist (später auch Gitarrist) Zhema Rodero, Gitarrist Paulo Magrão und Bassist Carli Cooper unter dem Namen Astaroth gegründet. Im Jahr 1983 wurde eine erste 7″-Single mit dem Namen Om Pushne Namah veröffentlicht. Es folgten einige selbst organisierte Auftritte und mit Devil on My Roof ein erstes Demo im Jahr 1984. Weitere regionale Auftritte in São Paulo und Änderungen in der Besetzung fanden statt. Im Jahr 1985 veröffentlichte die Band das Live-Album Live!. Es wurde im August in Americana aufgenommen. Es war das erste Live-Album aus dem Metal-Genre, das in Brasilien veröffentlicht wurde. Auf dem Album waren Bassist Zhema Rodero, die Gitarristen Soto Jr und Zé Flávio, Schlagzeuger Laudir Piloni und Sänger Angel zu hören.
In dieser Aufstellung wurde auch das erste Studioalbum Bloody Vengeance im Jahr 1986 veröffentlicht. In den Folgejahren veröffentlichte die Band mit Anthropophagy (1987), Who are the True (1988) und Ratrace (1990) drei weitere Alben. Nach der Veröffentlichung von Ratrace begab sich die Band in eine Pause und spielte währenddessen nur noch einige, wenige Auftritte zusammen. Während der Pause veröffentlichte das Label Cogumelo Records die bisher erschienenen Alben neu. Die Band fand erst im Jahr 2000 wieder zusammen.
Im Dezember 2001 wurde der Tod von Gitarrist Soto Jr. bekanntgegeben. Im Jahr 2003 nahm die Band ein neues Album mit dem Namen Tales from the Black Book auf. Bassist war dabei Zhema Rodero, Angel übernahm den Posten des Sängers, Arthur Vasconcelos war Schlagzeuger, André Martins und Cláudio Passamani spielten die E-Gitarren. Das Album wurde im Februar 2004 veröffentlicht.
Im Jahr 2005 änderte sich die Besetzung erneut. Sie setzte sich nun folgendermaßen zusammen: Zhema Rodero (E-Gitarre), Angel (Gesang), Arthur Justo (Schlagzeug), Carlos Diaz (E-Bass) and Fernando Nonath (E-Gitarre). Im Jahr 2006 veröffentlichten sie das Split-Album Thunder Metal, das zusammen mit der schwedischen Band Nifelheim aufgenommen wurde.
Im Jahr 2009 wurde über Cogumelo Records das Album Five Skulls and One Chalice veröffentlicht. Auf dem Album war Sänger Luiz Carlos Louzada zu hören, welcher bereits zuvor bei Vulcano tätig war, sodass zwei Sänger auf dem Album zu hören waren.
Anfang 2010 verließ Sänger Angel die Band, sodass Luiz Carlos Louzada fester Sänger wurde. Des Weiteren bestand die Band aus Arthur Justo (Schlagzeug), Zhema Rodero (E-Gitarre), Fernando Nonath (E-Gitarre) und Carlos Diaz (E-Bass).
Die Musik der Band wird als eine Mischung aus Black- und Thrash-Metal beschrieben. Die Liedstrukturen sind einfach gehalten, wobei die Lieder einen aggressiven und schnellen Charakter aufweisen. Vulcano wird mit Bands wie Protector, Messiah und Bulldozer verglichen.

Johannes Wieland (Tänzer)

Johannes Wieland (* 20. November 1967 in Berlin) ist ein international tätiger deutscher Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge. Seit der Saison 2006/2007 ist er Tanzdirektor des Staatstheaters Kassel.

Seine Ausbildung zum Tänzer erhielt Wieland in Berlin bei Ellys Gregor und an der Ballettakademie der Deutschen Oper. Es folgte ein Stipendiat beim Ballett der Hamburgischen Staatsoper unter John Neumeier (1987/1988). Nach dem Studium von klassischem und zeitgenössischem Tanz an der Hogeschool voor de Kunsten in Amsterdam, das er mit dem Bachelor of Fine Arts abschloss, war Wieland Halbsolist am Staatstheater Braunschweig (bis 1993) und 5 Jahre lang Halbsolist an der Berliner Staatsoper. Hier arbeitete er mit mehreren bekannten Choreografen zusammen, darunter Roland Petit und Maurice Béjart. 1998 wurde er Solist in Béjarts Kompanie in Lausanne und nahm an ihren weltweiten Tourneen teil.
Auf der Suche nach neuen künstlerischen Herausforderungen siedelte Wieland zur Jahrtausendwende 2000 nach New York über, wo er an der Tisch School of the Arts der New York University Choreografie und zeitgenössischen Tanz studierte bzw. seine Studien vertiefte und dies 2002 mit dem Master of Fine Arts abschloss. Im selben Jahr gründete er dort seine eigene Kompanie johannes wieland. Seine erste Choreografie tomorrow wurde in der New York Times als „spektakuläre Ergründung von Beziehungen“ bezeichnet. Es war der Beginn einer Serie an wirkmächtigen und prägnanten Tanzstücken, die Wieland für seine Kompanie schuf, sodass ihn die renommierte Fachzeitschrift Dance Magazine schon 2003 in die Liste der 25 to watch aufnahm. Außer in New York waren seine Werke auch in Toronto, Chicago, Philadelphia, Köln und Berlin zu sehen.
Wieland hat sich auch einen Namen als Tänzpädagoge gemacht. Er gab bzw. gibt Unterricht u.a. an der New York University, an der Juilliard School (New York), beim AURA Dance Theatre in Kaunas (Litauen), an der Folkwang-Hochschule in Essen, am Oldenburgischen Staatstheater und an der Hochschule für Musik Köln.
Wielands Choreografien zeigen ein architektonisch geprägtes Verständnis für Körper, Bewegung und Raum auf; er erforscht in ihnen die menschliche Psyche und kreiert ein abstraktes, metaphernreiches Repertoire für seine Kompanie. Die Entwicklung der Stücke unterliegt einem anspruchsvollen Prozess, um diverse Situationen der Kausalität zu erforschen. Dieser intensive und arbeitsreiche Prozess fördert eine intime und innovative Beziehung zwischen den Darstellern/Tänzern, Komponisten, Designern und den anderen Künstlern, die an Wielands Werken beteiligt sind, und schafft eine fließende Grenze zu den Bereichen Schauspiel und Performance-Art. Daher setzt Wieland in seinen Stücken oft Videoinstallationen, Texte, Fotografien und Originalkompositionen ein. Wieland und die Mitglieder der Kompanie lassen ihr Publikum häufig Anteil nehmen an ihrer Arbeitsweise und ihrem Wissen. Dazu gehört die Teilnahme an Diskussionen vor und nach Aufführungen, das Anbieten von „Lecture-Demonstrations“, von öffentlichen Proben sowie von Training in verschiedenen Stilen.

FreeG

FreeG (eigentlich Stefan Fritschi) ist ein Schweizer DJ aus dem Berner Oberland. Er ist spezialisiert auf christliche House-Musik.

Ursprünglich begann Stefan Fritschi alias FreeG als Hip-Hop-Musiker, erst mit 20 Jahren begann er als DJ aufzulegen. 2010 veröffentlichte er sein erstes Album und zwei Jahre später war er als Produzent am Debütalbum des Schweizer DJ-Duos Flava and Stevenson beteiligt. Noch im selben Jahr nahmen sie gemeinsam das Stück Good Time auf. Da das Schweizer Fernsehen es als Untermalung für ihre Berichterstattung vom Spengler Cup verwendete, wurde es sehr populär, es kam in die Top Ten der Schweizer Hitparade und hielt sich 22 Wochen in den Charts. Ausserdem wurde es mit Gold ausgezeichnet.
Einen weiteren gemeinsamen Charthit hatten die drei 2014 mit Talking, einer Auskopplung aus dem dritten Album des Duos, an dem FreeG wie bei den Vorgängern mitproduziert hatte.
Als an christlicher Musik orientierter DJ nimmt FreeG auch immer wieder am PraiseCamp teil, einer christlichen Jugendveranstaltung, die in der Altjahrswoche stattfindet. Zum Jahresende 2014 war er dort mit seinem eigenen Stück Kingdom zusammen mit der deutschen Band Good Weather Forecast erfolgreich. Das Lied schaffte es daraufhin auf Platz 4 der Charts.
Alben
Lieder
Gastbeiträge

Theodor Kullak

Theodor Kullak (* 12. September 1818 in Krotoschin bei Posen; † 1. März 1882 in Berlin) war ein deutscher Pianist, Klavierlehrer und Komponist.

Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Kullak bei Albert Agthe in Posen. Im Alter von 8 Jahren erregte er die Aufmerksamkeit von Fürst Anton Radziwiłł, der es ihm ermöglichte, mit 11 Jahren zusammen mit der Sängerin Henriette Sontag aufzutreten. Sein Klavierspiel gefiel dem König und er erhielt eine Börse mit 30 Goldstücken. Fürst Radziwill sorgte dafür, dass Kullak eine Schulbildung in Züllichau erhielt. 1833 starb der Fürst. Nach des Vaters Willen musste er nun nach Berlin, um Medizin zu studieren und sich seinen Lebensunterhalt durch Musikunterricht zu verdienen. Der Graf Gustav Adolf Wilhelm von Ingenheim führte ihm Schüler zu und ermöglichte so, dass er bei Wilhelm Taubert Klavierunterricht und bei Siegfried Dehn Unterricht in Harmonielehre nehmen konnte.
Weitere Hilfe kam von hochgestellten Personen. Dieses Mal setzte sich die Ober-Hofmeisterin, Frau Hermine von Massow, für ihn ein. Es gelang ihr, König Friedrich Wilhelm IV. zu einem Geschenk von 400 Thalern zu bewegen, damit er seine Musikstudien fortsetzen konnte. 1842 kehrte er dem Medizinstudium den Rücken und reiste nach Wien.
Von 1842 bis 1843 studierte Kullak bei Simon Sechter, Otto Nicolai und Carl Czerny in Wien. Nach einer erfolgreichen Konzert-Tournee durch Österreich wurde er 1843 Klavierlehrer der Prinzessinnen und der Prinzen des königlichen Hauses in Berlin und erhielt 1846 den Titel eines königlichen Hofpianisten, der gut dotiert war. Er war der angesehenste Klavierlehrer seiner Zeit in Berlin.
1850 gründete er gemeinsam mit Julius Stern und Adolf Bernhard Marx das Stern’sche Konservatorium. Dieses verließ er im Jahre 1855, um die Neue Akademie der Tonkunst zu gründen, die er bis zu seinem Tode leitete. Sie war auf die Pianistenausbildung spezialisiert und war bald das größte deutsche Privatinstitut für Musikerziehung. Für den Unterricht verfasste er auch Schriftenreihen, wie
1880 feierte die Neue Akademie der Tonkunst ihr 25-jähriges Bestehen mit 100 Lehrern und über 1000 Schülern. Darunter befanden sich: Hans Bronsart von Schellendorf, Alfred Grünfeld, Erika Lie, Louis Maas, Martha Remmert, Emil Liebling, Edward Baxter Perry, Nikolai Grigorjewitsch Rubinstein, Neally Stevens, Constantin Sternberg, John Orth, August Hyllested, Adele Aus der Ohe, William Sherwood, Hans Bischoff, Moritz Moszkowski, James Kwast, Théo Ysaÿe sowie Xaver und Philipp Scharwenka.
Ihm folgte sein Sohn Franz Kullak nach, der der Akademie bis zu deren Auflösung 1890 vorstand.
Die Musik-Lexika jener Zeit berichten übereinstimmend, dass Kullak als der Erfinder der sogenannten Transkriptionen, d. h. Bearbeitungen von Liedern und Opernarien oder ganzen Szenen für Pianoforte, anzusehen sei.
Kullak komponierte neben etwa 130 sehr effektvollen Salonstücken eine Klaviersonate, eine Klaviersinfonie, ein Klavierkonzert sowie Werke für Klavier und Violine.

Sam Claflin

Samuel „Sam“ George Claflin (* 27. Juni 1986 in Ipswich, Suffolk, England) ist ein britischer Schauspieler.

Sam Claflin ist der Sohn eines Finanzberaters und einer Schulassistentin. Sein Schauspieldebüt hatte er in dem Fernsehmehrteiler Die Säulen der Erde als Richard von Shiring. In dem vierten Teil der Fluch-der-Karibik-Reihe, Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten, spielt er in einer Nebenrolle den Missionar Philip. Im Fußballdrama United, das sich mit dem Wiederaufbau der Mannschaft nach dem Flugzeugunglück des Manchester United Teams 1958 befasst, spielt er die Rolle des Duncan Edwards. 2012 spielte er die Rolle eines Prinzen in einer amerikanischen Neuverfilmung des Märchens Schneewittchen, Snow White and the Huntsman, der am 31. Mai 2012 in die deutschen Kinos kam. In dem 2013 erschienenen Science-Fiction-Film Die Tribute von Panem – Catching Fire übernahm Claflin die Rolle des Finnick Odair. Es folgte die Hauptrolle des Bryan McNeil im Horror-Thriller The Quiet Ones sowie die Hauptrolle des Alex Stewart in der romantischen Komödie Love, Rosie – Für immer vielleicht, die auf dem gleichnamigen Roman von Cecelia Ahern basiert.
Seit Juli 2013 ist Sam Claflin mit der britischen Schauspielerin Laura Haddock verheiratet. Ende Dezember 2015 brachte Haddock das erste gemeinsame Kind des Paares auf die Welt.

Moreno Merenda

Moreno Merenda im Jahre 2005
Moreno Merenda (* 17. Mai 1978 in Baar) ist ein Schweizer Fussballspieler, der seit Juli 2012 beim SC Cham unter Vertrag steht.
Er begann seine Fussballkarriere beim FC Baar. Nach dem Wechsel zum FC Luzern 1995 schnupperte der Stürmer erstmals die Luft der Nationalliga A. Es folgten einige Abstechern in die unteren Schweizer Ligen, bevor er im Januar 2000 ins Ausland zum deutschen Regionalligisten FC Gütersloh wechselte. Dort kam er lediglich in den letzten beiden Spielen gegen die Amateure von Bodussia Dortmung und dem Vfl Bochum zum Einsatz, bevor der Verein aufgrund Insolvenz den Spielbetrieb einstellte. Er wechselte daraufhin für den Rest der Saison zum FC Wohlen, bevor zum FC Baden und anschliessend zum FC Vaduz wechselte. Als Torschützenkönig des FC Vaduz wechselte Merenda in der Winterpause der Saison 2002/03 zum FC St. Gallen. Obwohl er meist nur als Einwechselspieler zum Einsatz kam, schoss er etliche, teils spielentscheidende Tore. Dies brachte ihm den Ruf eines Edeljokers ein. In der Saison 2004/05 war er trotz wenigen Einsätzen und langer Verletzungspause der Topscorer beim FC St. Gallen.
Zu Beginn der Saison 2005/06 kam mit Ralf Loose ein neuer Trainer zum FC St. Gallen, unter welchem es Moreno Merenda nicht einfach hatte. Trotz häufig ungenügender Leistungen der beiden Stammstürmer kam Merenda meist erst kurz vor Schluss zu Einsätzen, in welchen er oftmals mehr Schwung ins Spiel brachte als seine Stürmerkollegen in der ganzen vorherigen Spielzeit. Auch ein Hattrick im Cup half ihm diesbezüglich nicht weiter – das Unverständnis seitens der Fans und Presse war gross. Verständlicherweise liebäugelt Merenda mit einem Wechsel in der Winterpause. Am 16. Januar 2006 war es dann offiziell – Moreno Merenda wechselte per sofort zum Ligakonkurrenten FC Schaffhausen. Er unterschrieb dort einen Vertrag bis Ende Saison 2006/07.
Am Ende der Saison entschied sich der FC Schaffhausen, im Sturm Änderungen vorzunehmen. Ein Opfer davon war Moreno Merenda, welcher im vorletzten Spiel mit seinem Tor den Schaffhausern den Weg zum Klassenerhalt geebnet und ihn seinem Ex-Verein St. Gallen gleichzeitig gesichert hat. Auf die Saison 2006/07 hin erfolgte der Wechsel zum Absteiger Xamax. In der Challenge-League-Saison 2006/07 wurde Merenda mit 22 Treffern Torschützenkönig und hatte einen grossen Anteil am sofortigen Wiederaufstieg von Xamax.
2007/08 spielte er persönlich eine solide Super-League-Saison. In 29 Spielen gelangen ihm 7 Tore. Auf die Saison 2008/09 hin heuerte Merenda erneut bei seinem früheren Verein FC St. Gallen an, mit welchem ihm der Aufstieg in die Super League glückte. Zudem wurde Merenda Vize-Torschützenkönig. In der darauffolgenden Saison gelangen Merenda, der zumeist als Einwechselspieler figurierte, 9 Treffer und war damit erfolgreichster Stürmer des FC St. Gallen.
Von 2010 bis 2012 spielte Merenda erneut beim FC Vaduz; in der Saison 2011/2012 war er mit 17 persönlichen Treffern erneut zweitbester Torschütze der Challenge League. Trotzdem wurde der Vertrag am Ende der Saison nicht verlängert und Moreno Merenda beim letzten Saisonspiel gegen seinen vorherigen Verein, den FC St. Gallen, verabschiedet. Er wurde dabei sowohl von den Vaduzern wie auch von den St. Gallern Anhängern gefeiert.
Am 2. Juli 2012 gab der SC Cham aus der 1. Liga Classic die Verpflichtung von Moreno Merenda bekannt. Merenda kehrt damit in seinen Heimatkanton Zug zurück.

Rudłowo

Rudłowo (deutsch Rodelshöfen) ist ein polnisches Dorf nahe der Stadt Braniewo in der Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Rudłowo liegt 1,3 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Braniewo (Braunsberg) und unweit des westlichen Ufers des Flusses Passarge. Das Stadtzentrum ist über die Moniuszki-Straße zu erreichen. Das Dorf grenzt im Süden und Südosten an landwirtschaftliche Flächen, im Nordosten liegt der Stadtwald von Braniewo. Die Grenze zur russischen Oblast Kaliningrad (Königsberger Gebiet) ist etwa neun Kilometer entfernt.
Die Geschichte Rudłowos ist geprägt durch das deutsche Rittergut Rodelshöfen. Dieses bestand seit dem 14. Jahrhundert und lag zu dieser Zeit im Machtbereich des Deutschen Orden. Als 1712 das erste Gutsschloss errichtet wurde, gehörte Rodelshöfen bereits zum Königreich Preußen, dem späteren Ostpreußen. 1865 nahm der Rittergutsbesitzer Gramsch, dessen Familie lange auf Gut Rodelshöfen herrschte, umfangreiche Umbauten am ursprünglich romanischen Schloss vor. Es entstand ein zweigeschossiger neugotischer Bau, dem an der Südflanke ein über drei Stockwerke reichender Turm angefügt wurde. Die Frontfassade schmückte ein Mittelrisalit, auch an den Giebelwänden wurden Risalite errichtet. Auffällig waren die kunstvoll verzierten Bogenfenster und Treppengiebel. Eine große Aussichtsterrasse führte zum Schlosspark, der bis an das Ufer der Passarge reichte.
Im Zuge der preußischen Verwaltungsreform von 1815 wurde Rodelshöfen zum 1. Februar 1818 in den neu gebildeten Kreis Braunsberg eingegliedert. Als 1874 innerhalb der Kreise die Amtsbezirke eingerichtet wurden, kam der administrativ selbständige Gutsbezirk Rodelshöfen zum Amtsbezirk Schillgehnen. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Rittergut eine Größe von 433 ha, davon waren 228 ha Schafweide und 137 ha Acker. Neben der Land- und Viehwirtschaft unterhielt das Gut eine dampfbetriebene Ziegelei. 1910 zählten zum Gutsbezirk 137 Einwohner. Mit Wirkung vom 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk aufgelöst und in die Stadt Braunsberg eingegliedert.
Letzter deutscher Gutsbesitzer war Dr. Otto Gramsch, der das Gut Anfang des 20. Jahrhunderts übernommen hatte. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Region Braunsberg im März 1945 von der Roten Armee erobert. Zuvor war bereits der größte Teil der deutschen Bevölkerung geflohen. Noch im selben Jahr wurde das südliche Ostpreußen, darunter auch Braunsberg, unter polnische Verwaltung gestellt. Rodelshöfen wurde in Rudłowo umbenannt. Die sowjetische Geheimpolizei GPU richtete dort zeitweilig ein Lager ein. Nach der politischen Neugliederung Polens kam Rudłowo zunächst zur Woiwodschaft Danzig. Im Dorf wurde ein Staatsgut eingerichtet, die Ziegelei wurde 1958 stillgelegt. 2007 hatte Rudłowo 300 Einwohner. Das Gutsschloss blieb ungenutzt und verfiel zur Ruine. Mit Stand 2012 wird das Dorf administrativ verwaltet durch die Woiwodschaft Ermland-Masuren, liegt im Landkreis Braniewski und gehört zur Gmina Braniewo. Eigentümerin der Schlossruine ist die staatliche Agentur für landwirtschaftliches Eigentum AWRSP.
54.36833333333319.833333333333Koordinaten: 54° 22′ 6″ N, 19° 50′ 0″ O
Ortsteile (Schulzenämter): Bobrowiec (Klein Amtsmühle) | Garbina (Willenberg) | Gronowo (Grunau) | Grzechotki (Rehfeld) | Jarocin (Herzogswalde) | Klejnowo (Klenau) | Krasnolipie (Schönlinde) | Krzewno (Hohenwalde) | Mikołajewo (Blumberg) | Nowa Pasłęka (Neu Passarge) | Pęciszewo (Waltersdorf) | Podgórze (Huntenberg) | Rodowo (Radau) | Rogity (Regitten) | Rusy (Rossen) | Stępień (Stangendorf) | Szyleny (Schillgehnen) | Świętochowo (Sonnenstuhl) | Wola Lipowka (Breitlinde) | Zakrzewiec (Vogelsang) | Zawierz (Zagern) | Żelazna Góra (Eisenberg)
Übrige Ortschaften: Bemowizna (Böhmenhöfen) | Brzeszczyny (Schwillgarben) | Cielętnik (Kälberhaus) | Działy (Albertshof) | Elżbiecin (Lisettenhof) | Glinka (Hermannshof) | Goleszewo (Wilhelmshof) | Grodzie | Gronówko (Grunenfeld) | Grzędowo (Rödersdorf) | Józefowo (Josephsau) | Kalina (Kayling) | Kalinówek (Einigkeit) | Kiersy (Kirschdorf) | Klejnówko (Gut Klenau) | Lipowina (Lindenau) | Maciejewo (Maternhöfen) | Marcinkowo (Anticken) | Młoteczno (Hammersdorf) | Podleśne (Vorderwalde) | Prątnik (Marienfelde) | Prętki (Marienhöhe) | Różaniec (Rosenort) | Rudłowo (Rodelshöfen) | Rydzówka | Stara Pasłęka (Alt Passarge) | Strubiny (Strauben) | Ujście (Pfahlbude) | Ułowo (Auhof) | Wielewo (Fehlau) | Wikielec (Winkelsdorf) | Wilki (Birkenau) | Zgoda (Gerlachsdorf)

San Luis Somos Todos

San Luis Somos Todos ist ein argentinisches Radsportteam mit Sitz in San Luis.
Die Mannschaft wurde 2012 gegründet und nimmt als Continental Team an den UCI Continental Circuits teil. Manager ist Pablo Andrés, der von den Sportlichen Leitern Daniel Godoy, Rubén Morán, Claudio Rodríguez, Ramón Francisco Sánchez und Augusto Sabelli unterstützt wird.

UCI America Tour
Algerien Groupement Sportif des Pétrolier Algérie | Vélo Club SOVAC Argentinien Los Matanceros | San Luis Somos Todos | Sindicato de Empleados Públicos de San Juan Australien Avanti Isowhey Sport | Data #3 Symantec Racing Team p/b Scody | Team Budget Forklifts Aserbaidschan Synergy Baku Cycling Project Belgien BKCP-Corendon | Cibel-Cebon | Color Code-Arden’Beef | ERA-Murprotec | Josan-To Win Cycling Team | Marlux-Napoleon Games Cycling Team | T.Palm-Pôle Continental Wallon | Telenet-Fidea | Crelan-Vastgoedservice Continental Team | Veranclassic-AGO | Vérandas Willems | Team 3M | Wallonie Bruxelles-Group Protect Brasilien Funvic Soul Cycles-Carrefour | Ironage-Colner | Memorial-Prefeitura de Santos Brunei CCN Cycling Team Kanada Garneau-Québecor China Volksrepublik China 361° Cycling Team | China Wuxi Jilun Cycling Team | Giant-Champion System Pro Cycling | Hengxiang Cycling Team | Holy Brother Cycling Team | Qinghai Tianyoude-BH Cycling Team Kolumbien 4-72-Colombia Orgullo Antioqueño Kroatien Meridiana Kamen Team Tschechien AC Sparta Praha | Bauknecht-Author | AWT greenway | Team Dukla Praha Danemark Riwal Platform Cycling Team | Team ColoQuick | Team TreFor-Blue Water Deutschland Bike Aid | LKT Team Brandenburg | MLP Team Bergstraße | rad-net Rose Team | Team Heizomat | Team Kuota | Stölting Service Group | Christina Jewelry Pro Cycling Ecuador Team Ecuador Frankreich Équipe Cycliste de l’Armée de Terre | BigMat-Auber 93 | Roubaix Lille Métropole | Delko Marseille Provence KTM Vereinigtes Konigreich Giordana Racing Team | Madison Genesis | NFTO | Raleigh-GAC | Rapha Condor JLT | Team Wiggins Griechenland Racing Cycles-Kastro Team Israel Cycling Academy Team Hongkong HKSI Pro Cycling Team Indonesien Pegasus Continental Cycling Team Iran Pishgaman Yazd | Tabriz Petrochemical Team | Tabriz Shahrdari Team Irland An Post-Chain Reaction Italien D’Amico Bottecchia | GM Cycling Team | MG Kvis-Wilier | Team Idea | Vega-Hotsand Japan Aisan Racing Team | Bridgestone Anchor Cycling Team | C Project | Matrix Powertag | Shimano Racing Team | Team Ukyo | Utsunomiya Blitzen Korea Sud Geumsan Insam Cello | Korail Cycling Team | KSPO | Seoul Cycling Team Lettland Rietumu-Delfin Luxemburg Leopard Pro Cycling | Differdange-Losch Malaysia Terengganu Cycling Team Niederlande Cyclingteam Join’s – De Rijke | Cyclingteam Jo Piels | Koga Cycling Team | Metec-TKH Continental Cyclingteam | Parkhotel Valkenburg Continental Cycling Team | SEG Racing | Rabobank Development Team Neuseeland CCT p/b Champion System Norwegen Team FixIT.no | Team Joker | Team Coop-Øster Hus | Team Ringeriks-Kraft | Team Sparebanken Sør Osterreich Amplatz-BMC | Team Felbermayr Simplon Wels | Team Vorarlberg | Tirol Cycling Team | WSA-Greenlife Paraguay Start-Trigon Cycling Team Philippinen LBC-MVP Sports Foundation Cycling Team | Team 7 Eleven Road Bike Philippines Polen Verva ActiveJet Pro Cycling Team | Domin Sport | Wibatech Fuji Żory Portugal Sporting/Tavira | Efapel-Glassdrive | LA Aluminios-Antarte | Louletano-Dunas Douradas | OFM-Quinta da Lixa | Rádio Popular Puerto Rico InCycle-Cannondale Pro Cycling Rumänien Tusnad Cycling Team Russland Itera-Katusha | Lokosphinx Singapur OCBC Singapore Continental Cycling Team Slowenien Adria Mobil | Radenska Slowakei Dukla Trenčín Trek Spanien Burgos-BH | Euskadi Serbien Nankang-Dynatek Taiwan RTS-Santic Racing Team | Attaque Team Gusto Turkei Torku Şekerspor Ukraine Amore & Vita-Selle SMP | ISD Continental Team | Kolss Cycling Team Vereinigte Arabische Emirate Skydive Dubai Pro Cycling Team Ungarn Utensilnord Vereinigte Staaten Bissell Development Team | Hincapie Sportswear Development Team | Jamis-Hagens Berman | Jelly Belly-Maxxis | Optum-Kelly Benefit Strategies | Team SmartStop Weissrussland Minsk Cycling Club

Wilhelm Schwarze

Carl Heinrich Wilhelm Schwarze (* 24. August 1851 in Brilon; † 8. Januar 1937 in Ostercappeln) war ein Jurist und Politiker des Zentrums, Mitglied des Reichstages und des preußischen Landtages.

Schwarze besuchte das Gymnasium in seiner Heimatstadt und ging zwischen 1869 und 1872 zum Studium der Rechtswissenschaften nach Marburg und Berlin. Anschließend leistete er als Einjährig-Freiwilliger seinen Militärdienst ab und brachte es dabei bis zum Leutnant. Es folgte der übliche juristische Karriereweg: 1872 Referendar und 1877 Gerichtsassessor. Im November 1877 wurde Schwarze Kreisrichter in Essen und zwei Jahre später Amtsrichter. In gleicher Funktion war er von 1881 bis 1884 in Oelde beschäftigt, anschließend folgten als Dienstorte Rüthen und Münster. Schließlich wurde er zum Geheimen Justizrat ernannt.
Politisch gehörte Schwarze der Zentrumspartei an und saß seit 1911 im Provinzialausschuss dieser Partei in Westfalen. Mit der Partei hat sich Schwarze auch wissenschaftlich, publizistisch auseinandergesetzt. Seit Juni 1893 bis zum Ende des Kaiserreichs vertrat Schwarze den Wahlkreis Lippstadt-Brilon (Arnsberg 8) im Reichstag. Von 1894 bis 1918 saß er außerdem im Preußischen Abgeordnetenhaus als Vertreter des Wahlkreises Regierungsbezirk Arnsberg 7 (Lippstadt – Arnsberg – Brilon). Ausweislich seiner Schriften hat sich Schwarze nicht zuletzt mit Fragen der Kolonialpolitik beschäftigt.
Schwarze war strikt antisozialdemokratisch eingestellt, gleichzeitig war er sozialpolitisch interessiert und hat sich in seinem Wahlkreis durchaus für die Interessen der Arbeiter eingesetzt. So trat er während eines erbittert geführten Streiks der Arbeiter der Chemiefabrik in Brilon-Wald gegen die Firma „Hüstener Gewerkschaft“ als Vermittler auf. Außerdem war er Berichterstatter für das Sauerland zur Lage der Sauerländer Wanderhändler des Vereins für Socialpolitik.

Xiphiorhynchus

zerdrücktes Schädelfossil von Xiphiorhynchus
Xiphiorhynchus ist eine ausgestorbene aber langlebige Fischgattung aus der Familie der Schwertfische (Xiphiidae). Alles was über Xiphiorhynchus bekannt ist, basiert auf fragmentierten und schlecht erhaltenen Fossilien. Von den neun bisher beschriebenen Arten sind sechs nur durch ihren Holotyp bekannt, fünf nur durch ein einzelnes Fragment eines Rostrum und eine nur durch einige Wirbel. Zwei Holotypen sind inzwischen wieder verloren gegangen (X. homalorhamphus und X. hungaricus). Nur von X. priscus ist ein Schädel bekannt.

Xiphiorhynchus hatte ein schwertartiges Oberkieferrostrum, das im Querschnitt rund bis oval und an seiner Unterseite mit bürstenförmigen Zähnen besetzt war. Innerhalb des Rostrums fanden sich zwei Paar von Längskanälen, von denen das obere näher zur Mittellinie des Rostrums lag als das untere Paar. Der Unterkiefer ist kräftig und gleich lang oder kürzer als das Oberkieferrostrum.
Wahrscheinlich war Xiphiorhynchus ein Raubfisch, der die küstennahen Regionen tropischer Meere bewohnte. Einige Exemplare von X. priscus und der Holotyp von X. kimblalocki wurden allerdings in Hochseeablagerungen aufgefunden.
Bisher wurden neun Arten beschrieben. Außerdem ist noch eine zehnte, bisher unbeschriebene Art bekannt (X. cf. eocaenicus (Woodward, 1901), USA).
Xiphiorhynchus ist mit dem rezenten Schwertfisch nah verwandt und wird innerhalb der Familie Xiphiidae der monogenerischen Unterfamilie Xiphiorhynchinae zugeordnet.