Heinrich Wilhelm Roß

Heinrich Wilhelm Roß (* 26. Mai 1876 in Wilhelmshaven; † 25. Juli 1922 in Wiesbaden) war ein deutscher Glas- und Dekorationsmaler.

Heinrich Wilhelm Roß war der zweite Sohn des Lehrers Freerk Roß und der Johanna Catharina Roß, geb. Hobbing. Er besuchte in Wilhelmshaven die Volksschule und begann anschließend eine Lehre als Maler, die er jedoch abbrach. Der Lehrbrief der Oldenburger Malerinnung vom 30. April 1894 bescheinigte, dass Roß „das Maler-Gewerbe in Drei Jahren ordnungsgemäß erlernt und sich während dieser Zeit Sehr gut betragen“ habe. Die Probearbeit „wurde mit dem 1. Preise ausgezeichnet“. Als Malergehilfe setzte er seine Arbeit bei Emil Spalthoff bis zum 14. Oktober 1894 fort. Von Mitte April bis Mitte Oktober 1895 war er als Gehilfe bei August Olbers (Olpers) während dessen Arbeiten an den Malereien in der Klosterkirche zu Duderstadt tätig. Der Architekt Ludwig Klingenberg erstellte am 30. Januar 1896 ein Zeugnis für Roß’ Studienzeit an der Oldenburgischen Kunstgewerbe Schule. Der Theatermaler Wilhelm Christian Gerhard Mohrmann (1849–1934) bescheinigte ihm „ganz hervorragende Talente“ am 28. Januar 1896. Zur selben Zeit studierte der Glasmaler Georg Karl Rohde in Oldenburg, mit dem Roß später in Bremen und Wiesbaden zusammenarbeitete.
Nach einer dreijährigen Militärzeit war Heinrich Wilhelm Roß als Student und Gehilfe von Hermann Schaper 1901 in Göttingen wo er an der Neuausgestaltung des Göttinger Rathauses beteiligt, u. a. an den Deckengewölben der Dorntze. Auch Schaper stellte Roß ein sehr günstiges Zeugnis über verschiedene große Dekorationsmalereien, welche nach Schapers Entwürfen ausgeführt wurden, aus und unterstützte ihn 1903 in seinem „Bestreben zur Gründung eines eigenen Geschäftes durch dieses Zeugnis“. Im selben Jahr war Roß als Mitarbeiter von Georg Karl Rohde an der Ausmalung zweier Priölken im Bremer Ratskeller beteiligt.
1904 heiratete er Luise Frieda Krug (1884–1968). Ab 1905 war Roß in Wiesbaden ansässig und ab 1906/07 Teilhaber der Firma Ross und Rohde. Die Firma war 1907 an zwei Glasbildern in der Wandelhalle des Kurhauses in Wiesbaden beteiligt. Ab 12. Februar 1921 wurde Roß laut Gewerbeanmeldung als Alleininhaber der Firma genannt. Am 25. Juli 1922 starb Heinrich Wilhelm Roß in Wiesbaden und hinterließ seine Frau Frieda, die Tochter Margarete Johanna Minna (1906–1932) und den Sohn Heinrich Friedrich Reimar (1911–1980).
Das Werk von Heinrich Wilhelm Roß ist bisher noch nirgendwo dargestellt. Selbst die Glasbilder in öffentlichen Gebäuden Kurhaus Wiesbaden, Wandelhalle, sind ihm und seinem Partner Georg Karl Rohde nicht zugeschrieben. Viele Glasfenster, Dekorations- und Wandgemälde haben den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Nach Aussage des Sohnes von Heinrich Wilhelm Roß, Fritz Ross, während des Dritten Reiches wegen des Heinrich-Heine-Zitates zerstört oder mit einer Holztäfelung abgedeckt. Beschreibung nach dem Entwurf von Roß:
Vergleicht man diese Beschreibung mit der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 aus den Bremer Nachrichten für die erste Nische, „ein lustiges Geranke von Blumenzweigen, zwischen denen Vögel herumflattern, Bandrollen mit geschmackvoll verteilter Schrift, eine ruhige Gesamthaltung der Farben“, so kann sie sehr wohl auf dieses nicht erhaltene Wandgemälde verweisen.
Beschreibung nach dem Entwurf von Heinrich Wilhelm Roß:
Aus der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 „Für das zweite der Priölken wird der Künstler in gleicher Weise, den Grundton des hellen Putzes nutzend, die Halbfiguren der zwölf Apostel zum Motiv nehmen […] umrahmt von Blattranken und Blumen.“ ist zu entnehmen, dass das Bild noch nicht vollendet ist und das heute noch existierende Bild, statt der zwölf Apostel nur noch St. Urban erscheint. Die Zwölf Apostel sind berühmte Weinfässer im Ratskeller.

Orgel der Simultankirche Bechtolsheim

Die Orgel der Simultankirche Bechtolsheim wurde 1756 von den Brüdern Johann Philipp und Johann Heinrich Stumm, aus Sulzbach bei Rhaunen, erbaut.
Die 27 klingenden Register sind auf zwei Manuale und ein Pedal verteilt. Das Instrument gehört somit zu den größten Stumm-Orgeln. Der Spieltisch befindet sich auf der linken Seite des Gehäuses, welches sich im Originalzustand befindet. Das Pfeifenwerk besteht aus Holz und Zinn.
Die Orgel wurde bisher dreimal restauriert bzw. umgebaut: 1765/1767 erfolgten Reparaturen durch die Werkstatt Stumm, 1899 ein Umbau durch Heinrich Bechstein (Groß-Umstadt) und 1977 eine Restaurierung durch Gebr. Oberlinger (Windesheim).

Die Brüder Johann Philipp und Johann Heinrich Stumm aus Sulzbach bei Rhaunen erhielten am 30. Dezember 1752 den Auftrag für einen Orgelneubau. Sie stellten die Orgel 1756 für 900 Reichsgulden fertig. Sie ist eine der größten Orgeln aus der Werkstatt Stumm. Der siebenachsige Prospekt des Hauptwerks (Oberwerk) wird durch zwei hohe Rundtürme geprägt, an die sich an beiden Seiten schmale harfenförmige Flachfelder anschmiegen. Zentral steht ein niedriger Rundturm. Ihm entspricht in der Mitte des fünfachsigen Unterpositivs ein überhöhter Rundturm. Die flankierenden Harfenfelder fallen seitlich ab und gehen in schmale Ecktürme über.
Die Orgel wurde bisher viermal restauriert bzw. umgebaut:
1765/1767 erfolgten Reparaturen durch die Werkstatt Stumm, dabei wurden auch die zersprungenen Bälge überholt.
Heinrich Bechstein aus Groß-Umstadt baute 1899 auf Wunsch des damaligen Organisten die Orgel um und änderte die Disposition. Das Unterpositiv wurde dem Zeitgeschmack entsprechend leiser gemacht, indem laute Register entfernt oder durch andere ersetzt wurden. Die Orgel erhielt neue Manualklaviaturen, die Pedalklaviatur blieb erhalten, ebenso die Windladen. Das Register Viola da Gamba 8′, Vox angelica 2′ Bass, Terz 1 3/5′ gingen verloren. Änderungen der Mixtur im Hauptwerk zur „Kornett-Mixtur“ im Unterwerk waren die Änderungen noch gravierender: Mixtur, Quinte, Vox humana und Krummhorn wurden entfernt. Anstelle der Salicional 2′–4′ wurde eine Salicional 8′ eingefügt.
Zwischen 1976 und 1977 folgte eine Restaurierung durch Gebr. Oberlinger aus Windesheim, die die ursprüngliche Disposition wiederherstellten. Der Pedalumfang wurde von C–d0 um eine Oktave auf C–d1 erweitert und um neue Pfeifen ergänzt. Die Manualklaviaturen wurden nach dem Vorbild der Stumm-Orgel in Bärstadt erneuert. Um den Spieltisch vor Verschmutzung und unberechtigtem Zugriff zu schützen wurde 1984 von einem Ortsansässigen Schreinermeister eine verschließbare Abdeckung angebracht.
Regelmäßig Konzerte und weitere Veranstaltungen fanden ab 2013 statt um die Finanzierung von geschätzten 100.000 Euro zu unterstützen. Seit Mitte September 2014 wird die Stumm-Orgel durch Förster & Nicolaus gereinigt und saniert.
Heute sind noch bis zu Dreiviertel des ursprünglichen Materials vorhanden. Die Prospektpfeifen sind noch im Originalzustand erhalten. Nur die Register Gamba, Mixtur (teilweise) und Vox angelica im Hauptwerk sowie Flaut travers, Solicional, Quint, Mixtur, Krummhorn und Vox humana im Unterwerk wurden 1977 erneuert. Die Bälge bestehen aus einem Magazinbalg von Bechstein. Die Disposition lautet:
In den Anfangsjahren gehörten zu den Organisten an der Stumm-Orgel zu Bechtolsheim die Lehrer der beiden benachbarten Schulhäuser. „Bald nach der Einweihung beschloss der Kirchenrat 1757, dass auch die Lehrer (zu deren Amt der Organistendienst gehörte) die Orgel außerhalb der Gottesdienste nicht spielen dürften, um das neue Werk nicht zu schädigen.“
Seit 1989 ist Thomas Renner der feste Kirchenmusiker und Organist der Evangelischen Kirchengemeinde. Per 2007 waren Franz-Josef Schäfer und Johannes Witting die Organisten, beide auch für die Kirchen in Gau-Odernheim und Biebelnheim (Mariä Himmelfahrt) zuständig.

Srednekolymsk

Srednekolymsk (russisch Среднеколымск, jakutisch Орто Халыма/Orto Chalyma) ist eine Kleinstadt in der Republik Sacha (Jakutien) (Russland) mit 3525 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).

Die Stadt liegt im Kolyma-Tiefland, etwa 1500 km nordöstlich der Republikshauptstadt Jakutsk, am linken Ufer der Kolyma um die Einmündung der Ankudinka, welche den Ort in zwei Teile teilt.
Die Stadt Srednekolymsk ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Ulus Srednekolymsk (russ.: Среднеколымский улус, jakut.:Орто Халыма улууһа – Orto Chalyma uluuha).
Srednekolymsk verfügt über einen Flughafen und eine Anlegestelle an der Kolyma.
Der Ort wurde 1644 von Kosaken als Ostrog Jarmanka gegründet. 1775 erfolgte die Umbenennung in Srednekolymsk (russisch für Mittlere-Kolyma-Stadt) mit der Verleihung des Stadtrechtes als Verwaltungszentrum des Kolymakreises (Okrugs). Die Stadt war Verbannungsort, so für den Dekabristen Nikolai Bobrischtschew-Puschkin. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Srednekolymsk 147 Häuser (davon 53 Wohnhäuser), 22 Jurten, zwölf Händler, eine Holzkirche, eine Kirchenschule und ein kleines Krankenhaus. Die Einwohner lebten von Fischfang, Pelztier- und Vogeljagd, Pilz- und Beerensuche.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
In Srednekolymsk gibt es bereits seit 1921 ein kleines Heimatmuseum.
In der Stadt gibt es Betriebe der Lebensmittelwirtschaft und ein Treibstofflager. Im Rajon werden Pelztier- und Viehhaltung (Rinder, Pferde, Rentiere) sowie Fischfang betrieben.
Verwaltungszentrum: Jakutsk
AldanR | JakutskS | LenskR | MirnyR | NerjungriR | NjurbaR | OljokminskR | PokrowskR | SrednekolymskR | Tommot | Udatschny | Werchojansk | WiljuiskR
Aichal | Allach-Jun | Almasny | Artyk | BatagaiR | Belaja GoraR | Berkakit | Besymjanny | ChandygaR | Chani | DeputatskiR | Dschebariki-Chaja | Eldikan | Esse-Chaija | Jugorjonok | Kyssyl-Syr | Lebediny | Leninski | Mochsogolloch | Nagorny | Nischnejansk | Nischni BestjachR | Nischni Kuranach | Peledui | SangarR | SchataiS | Serebrjany Bor | Solnetschny | Solotinka | Swetly | Swjosdotschka | SyrjankaR | TiksiR | Torgo | Tschernyschewski | TscherskiR | TschokurdachR | Tschulman | Ust-Kuiga | Ust-MajaR | Ust-NeraR | Witim
Amga | Batagai-Alyta | Berdigestjach | Borogonzy | Chonuu | Namzy | Olenjok | Saskylach | Schigansk | Suntar | Tschuraptscha | Werchnewiljuisk | Ytyk-Kjujol
Liste der Städte in der Republik Sacha | Verwaltungsgliederung der Republik Sacha
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons (Ulus)

Sturmleiter

Unter einer Sturmleiter (lat.: scalae (impetus faciendi causa paratae); franz.: échelle pour monter a l’assaut) versteht man eine ein- oder zweiholmige Leiter
Eine Sturmleiter hat eine begrenzte Länge (heute in der Regel eine Geschosshöhe), ist am oberen Ende mit Haken versehen und kann mehrere Personen aufnehmen.
Die Sturmleiter für militärische Zwecke konnten in kleine Einheiten zerlegt werden. Die stabilen Holzausführungen von Sturmleitern wurden miteinander verbunden, um die entsprechende Länge (z. B. für die Stadtmauer) zu erreichen und hatten oben große Haken (Sturmhaken), um die Sturmleiter fest zu verankern.
Die flexible Sturmleiter war eine Strickleiter mit Querhölzern (Sprossen).
Eskaladieren (Eskalade, frz.: escalader, escalade – klettern), bedeutet mittels Sturmleitern ersteigen .
Die Sturmleiter war ein wichtiges mittelalterliches Kriegsgerät. Es war leicht und gut zu handhaben. Die Sturmkolonnen hatte die Aufgabe, den Wall der Burg oder Festung oder die Stadtmauer auf Sturmleitern zu ersteigen, zu versuchen, sich dort festzusetzen und das Tor von innen zu öffnen, um den Nachfolgenden den Weg frei zu machen.

Synagoge (Brühl)

Die Synagoge in Brühl, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen, wurde 1881/82 erbaut und während der Novemberpogrome zerstört. Sie befand sich in der Friedrichstraße.

Die jüdische Gemeinde Brühl besaß eine Betstube in der Uhlstraße 30/32. Als die Gemeinde größer wurde, plante man ab den 1860er Jahren den Bau einer Synagoge. Das Bauwerk wurde nach den Plänen des Deutzer kommunalen Baumeisters Müller errichtet. Ein Schulzimmer befand sich ebenfalls in dem Gebäude.
Am 10. November 1938 wurde die Synagoge verwüstet und in Brand gesteckt. Ein Privatmann, der das Grundstück 1939 erwarb, ließ umgehend die Reste der Synagoge abtragen.
Die Synagoge war ein eingeschossiger Backsteinbau mit Satteldach, der mit der Giebelseite zur Friedrichstraße hin ausgerichtet war. Das Portal und die Fenster hatten Hufeisenbögen. Der Eingang wurde von zwei mit Kapitellen geschmückten Säulen flankiert. Der Giebel besaß einen zentralen Okulus und ein umlaufender Rundbogenfries umgab das Gebäude. 1908 wurde ein Zwiebelturm aufgesetzt, der von einem Davidstern bekrönt wurde.
Ein Teil der Friedrichstraße heißt heute An der Synagoge. Neben dem Synagogengrundstück wurde am 9. November 1993 eine Gedenkstätte eingeweiht.
50.8315116.90302Koordinaten: 50° 49′ 53″ N, 6° 54′ 11″ O

Kumulene

Kumulene, oft auch Cumulene, (von lat.: cumulare ‚anhäufen‘, Betonung auf der dritten Silbe: Kumulene) sind eine Stoffgruppe organisch-chemischer Verbindungen, bei denen Doppelbindungen unmittelbar aneinandergereiht sind, die also ein System von kumulierten Doppelbindungen enthalten.
Ob innerhalb einer Verbindung schon zwei kumulierte Doppelbindungen wie bei den Allenen ausreichen, um zur Stoffgruppe der Kumulene hinzugerechnet zu werden, wird in der Fachliteratur kontrovers diskutiert. Der Römpp bejaht dies, das Gold Book dagegen definiert die Kumulene als Verbindungen mit einer Abfolge von mindestens drei kumulierten Doppelbindungen und schließt damit die Allene von den Kumulenen aus.
In Abhängigkeit von diesen unterschiedlichen Definitionen sind die einfachsten Vertreter der Kumulene das Propadien („Allen“, H2C=C=CH2) bzw. das Butatrien (H2C=C=C=CH2).
Verbindungen, die an einer oder mehreren Positionen des Doppelbindungssystems Heteroatome wie Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel aufweisen, zählen zu den Heterokumulenen.

Je mehr kumulierte Doppelbindungen ein Kumulen enthält, desto mehr vertieft sich dessen Farbe, ähnlich wie bei den konjugierten Polyenen. Die Kumulene reagieren sehr leicht mit Brom, Bromwasserstoff und Ozon, gegenüber Sauerstoff sind sie jedoch relativ beständig.
An beiden endständigen sp2-hybridisierten Kohlenstoffatomen unterschiedlich substituierte Kumulene mit einer ungeraden Anzahl kumulierter Doppelbindungen bilden cis-trans-Isomere. An beiden endständigen sp2-hybridisierten Kohlenstoffatomen unterschiedlich substituierte Kumulene mit einer geraden Anzahl kumulierter Doppelbindungen sind hingegen axial chiral und bilden Enantiomere.
Das Strukturmotiv der Kumulene findet sich in einigen Naturstoffen, vor allem in Pilzen und Algen.
Im Labor und in der Technik finden vor allem die Heterokumulene (Kumulene mit Heteroatomen, z. B. Carbodiimide, Isocyanate, Ketene) Anwendung.

Something Corporate

Something Corporate sind eine Rockband aus Orange County (Kalifornien). Während sie sich selbst der Musikrichtung des Piano Rock zuordnen, werden sie im Allgemeinen irgendwo zwischen Pop und Punk eingeordnet. Sie sind momentan bei Drive-Thru Records und Geffen Records unter Vertrag.

Im September 1998 schlossen sich der Sänger und Pianist Andrew McMahon, Bassist Kevin „Clutch“ Page und Drummer Brian Ireland, welche bis dahin als ‚Left Behind‘ musizierten, mit den Gitarristen Josh Partington und Reuben Hernandez zusammen und gründeten damit ‚Something Corporate‘. Der Bandname ist ein ironisches Statement, mit dem sie ihre Geringschätzung gegenüber der industriellen Fliessbandmusik, der „corporate music“, ausdrücken wollen. Die Band veröffentlichte im September 2000 ihre Demo-CD Ready… Break. Am 27. März 2001 gaben Something Corporate offiziell einen Besetzungswechsel bekannt, bei dem Hernandez permanent durch William Tell ersetzt wurde.
Das Quintett unterzeichnete kurz darauf einen Plattenvertrag bei Drive-Thru Records, welche am 2. Oktober 2001 ihr Erstlingswerk ‚Audioboxer‘ veröffentlichten. Die von den Kritikern gefeierte EP mit nur sechs Songs begann bekannt zu werden, nachdem der kalifornische Radiosender KROQ den Song If U C Jordan entdeckt und in die Playlist aufgenommen hatte. Ansonsten wurde die EP promoted mit einer Tour durch die USA, Vorstellungen in Plattenläden von Tower Records und einem Auftritt in Craig Kilborn’s Late Night Show am 25. Februar 2002. Der Erfolg der EP und eine Klausel im Vertriebsvertrag mit Drive-Thru Records führten zu einer Vertragsunterzeichnung mit MCA, welche sich später mit Geffen Records zusammenschlossen. Am 21. Mai 2001 veröffentlichten Something Corporate ihr Majorlabel Debütalbum Leaving Trough The Window, mit den Singles „I Woke Up In A Car“ und „Punk Rock Princess“. Das Album erreichte Platz 1. in den amerikanischen Billboard Heatseekers Charts, Platz 1. in den amerikanischen Billboard Alternative New Artist Charts und Platz 101. in den amerikanischen Billboard 200 Albums Charts. „Punk Rock Princess“ schaffte es immerhin auf Platz 33. der UK Single Charts. Um die Zeit bis zum nächsten Album zu verkürzen, veröffentlichten Something Corporate am 5. November 2002 ein halbstündiges Home-Video auf DVD, mit dem Titel A Year In The Life. Die Single Compilation Songs For Silent Movies wurde am 21. Mai 2003 in Japan veröffentlicht.

Tavernole sul Mella

Tavernole sul Mella ist eine norditalienische Gemeinde (comune) mit 1349 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Brescia in der Lombardei. Die Gemeinde liegt etwa 23,5 Kilometer nördlich von Brescia im Val Trompia an der Mella. 1927 entstand die Gemeinde durch die Zusammenlegung der heutigen Ortsteile Cimmo, Marmentino und Pezzoro. Marmentino wurde 1955 eigenständige Gemeinde.
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Staustufe Lauffen

Die Staustufe Lauffen liegt am oberen Ende eines etwa 0,8 km langen, engen Schleusenkanals (Lauffener Kanal) und besteht in Fließrichtung des Neckars aus einer Doppelschleuse am rechten Ufer, einem dreifeldrigen Wehr und einem Kraftwerk am linken Ufer. Unmittelbar unterhalb der Schleusenkammern kreuzt eine Straßenbrücke (B 27) den Neckar. In der rechten Schleusenkammer wurde 1982 das Untertor und 1986 das Obertor ertüchtigt. Der Wandbeton sowie die Antriebe und die Elektrotechnik stammen noch aus der Bauzeit und wurden nicht verändert.

Die Beauftragung für den Bau der (in Flussrichtung gesehenen) linken Schleusenkammer, des Kraftwerkes, des Wehrs und des stromabwärts zur Schleuse gelegenen Schifffahrtskanals erfolgte 1938. Die vertragsgemäße Fertigstellung war ursprünglich für Dezember 1940 vorgesehen. Durch kriegsbedingte Einflüsse mussten die Bauarbeiten jedoch eingestellt werden. 1948 wurden die Restarbeiten vergeben. Die Schleuse konnte 1951 für den Verkehr freigegeben werden. Die Verkehrsfreigabe der rechten Schleusenkammer konnte nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts im Jahre 1962 erfolgen.
Die Betonwände der linken Schleusenkammer wurden seit der Bauzeit 1951 nicht überholt und sind daher sanierungsbedürftig. Im Rahmen der Grundinstandsetzung der linken Schleusenkammer werden hierbei die bestehenden, schadhaften Betonwände 0,40 m tief abgefräst und anschließend mit einer gleich starken Betonschicht versehen. Neue standardisierte Stemmtore ersetzen die sich in einem schlechten Zustand befindenden Tore am Ober- und Unterhaupt. In dem Zusammenhang werden Antriebs- und Steuerungstechnik auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Antriebshäuser werden angepasst bzw. neu gebaut. Die Baumaßnahme umfasst des Weiteren die Erneuerung der Stoßschutzanlage am Unterhaupt, die eine Schiffsanfahrung an das Untertor verhindert, und die Ertüchtigung der Kammerausrüstung (Leitern, Poller, Schutzeinrichtungen, Revisionsverschlüsse und Kabelkanäle). Um die neue und umfangreiche Technik unterzubringen, erfolgt ein Neubau eines Betriebshauses an Land. An Land wird ein Kranstellplatz für das Ein- und Ausheben der Tore erstellt.
Die Baumaßnahme wird voraussichtlich von Mitte 2013 bis Ende 2015 andauern.
Die Staustufe ist vom Rhein aus gesehen die 14. Anlage.
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Leichtes Artillerieraketensystem

Das Leichte Artillerieraketensystem (kurz LARS) war ein Mehrfachraketenwerfer, der von der Firma Wegmann & Co. produziert und ab 1969 bis in die 1990er Jahre hinein bei der Raketenartillerie der Bundeswehr eingesetzt wurde. Er bestand aus zwei Rohrpaketen mit je 18 gezogenen Rohren des Kalibers 110 mm. Montiert war diese Waffenanlage auf einem dreiachsigen LKW-Fahrgestell der Firma Magirus-Deutz 178 D 15 A (LARS 1), wobei das Führerhaus gegen Handwaffenbeschuss leicht gepanzert war.
Jeder Raketenwerfer war in der Lage, 36 drallstabilisierte Raketen in 18 Sekunden zu verschießen.
Im Einsatz wäre grundsätzlich mit vier Raketenwerfern LARS, das heißt einem Werfer-Zug, geschossen worden. Damit konnten Minensperren von 1500 m Breite und 500 m Tiefe in einer Entfernung bis zu 14 km gebildet werden. Andere Ziele wurden mit Splittermunition bekämpft. Darüber hinaus stand Nebelmunition zur Verfügung.
Ab ca. 1980 erfolgte eine Umrüstung in verbesserter Ausführung auf dem Typ MAN 7t (LARS 2). Um die Lage der Werferserien zum Ziel zu verbessern, wurde zudem das „Feuerleitradar Artillerie“ (FERA) (1 × je Werferzug) eingeführt.
Nicht zuletzt die vergleichsweise geringe Reichweite von 14 km und die relativ aufwendige und personalintensive Auftragsdurchführung führte zur Umrüstung der LARS-Einheiten. Ihnen wurde der Raketenwerfer MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) zugeführt. Mitte der 1990er Jahre waren noch die jeweils zweiten Batterien der Raketenartilleriebataillone mit LARS ausgestattet.
Die letzten Werfer dieses Typs wurden am 19. April 2000 bei der 2./Raketenartilleriebataillon 150 außer Dienst gestellt. Die letzten scharfen Schüsse waren im Winter zuvor auf dem Truppenübungsplatz Munster abgefeuert worden. Restbestände der 110-mm-Munition werden mit dem Mehrfachraketenwerfer MARS verschossen, für den entsprechende Lager-, Transport,- und Abschussbehälter („Abschussausstattung 110 mm“) entwickelt wurden. Ausnahme sind zwei LARS 2, die noch bei der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen als Versuchsträger genutzt werden.
Maico M 250/B • Hercules K 125 BW • Hercules K 180 BW • KTM 400 LS-E Military • KTM 640 LS-E Military • Yamaha Grizzly 450
VW Typ 2 • VW T3 • VW Typ 181
Setra S 313
DKW Munga • Borgward B 2000 A • Mercedes-Benz Unimog S 404 B • Ford G 398 SAM • Henschel HS 115 A • MAN 630 L2 A/AE • Mercedes-Benz LG 315/46 • Magirus-Deutz A 6500 • Magirus-Deutz Jupiter • Faun GT 8/15 • Faun L 908 (Langhauber) • Faun L 908/54 VA • Faun L 912 (Langhauber) • Faun Z 912/21 • Faun L 912/VSA • Faun L 1212/45 VSA • Faun LK 12/21-400 • Faun LK 12/12-485
VW Iltis • Faun KraKa 640 • Mercedes-Benz Unimog U 1300 L • MAN gl Kat I/Kat I A1 • Magirus-Deutz 168 M11FL/Iveco Magirus 110-17 AW • Mercedes-Benz L 1017/1017 A • MAN 15.192 F • MAN 15.240 FAS • MAN 22.240 DF/DE • Magirus-Deutz 320 D20FAT/Iveco Magirus 200-32 AH • Magirus-Deutz 320 D22FS/Iveco Magirus 220-32 AHT • Magirus-Deutz 320 D26FT/Iveco Magirus 260-32 AH • SLT 50-2/3 Elefant • SLT 56
Mercedes-Benz Wolf • Mercedes-Benz Unimog (U 4000/U 5000) • MAN gl Kat I A1.1 • Multi
Luchs • Fuchs • Fennek • GTK Boxer
ATF Dingo 1 • Serval • Duro 3/Yak • ATF Dingo 2 • ESK Mungo • Multi 2 FSA • Eagle IV/V • Enok • Mercedes-Benz Zetros • Iveco Trakker
M2 Alligator • M3
Goliath Typ 31 Jagdwagen • Porsche 597 Jagdwagen • APE • Radpanzer 90 • Zobel • Sonderwagen 4 (TM-170) • KMW GFF 4 • Rheinmetall Wisent